Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: August 2026 · Gilt für die Nutzung von MailEasy

§ 1 Anbieterin und Geltungsbereich

Diese Bedingungen regeln die Nutzung von MailEasy, angeboten von Luburic Services, Inhaber Marko Luburic, In der Fadmatt 27, 8902 Urdorf, Schweiz (UID CHE-452.383.199), nachfolgend „Anbieterin“. Kontakt: marko.luburic@lubua.ch, +41 76 431 26 80.

Sie gelten für Unternehmen und für Privatpersonen. Wo eine Regelung nur für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt, ist das ausdrücklich vermerkt. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn die Anbieterin ihnen schriftlich zustimmt.

§ 2 Gegenstand des Vertrags

MailEasy ist ein E-Mail-Programm im Web, das bestehende Postfächer über IMAP/SMTP oder Microsoft 365 anbindet und mit Hilfe von Sprachmodellen eingehende Nachrichten einordnet, zusammenfasst und Entwürfe im Schreibstil des Kunden erstellt.

MailEasy ersetzt den bestehenden Mailanbieter nicht. Das Postfach bleibt beim bisherigen Anbieter; MailEasy greift darauf zu. Für Verfügbarkeit und Inhalt dieses Postfachs ist die Anbieterin nicht verantwortlich.

Der jeweils aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der Beschreibung auf maileasy.ch. Die Anbieterin darf Funktionen weiterentwickeln. Wird eine wesentliche Funktion eingestellt, informiert sie mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail; der Kunde darf in diesem Fall auf den Zeitpunkt der Änderung kündigen.

§ 3 Vertragsschluss

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Konto anlegt, diese Bedingungen akzeptiert und die Anbieterin die Registrierung durch Freischaltung bestätigt. Der Kunde muss handlungsfähig und mindestens 18 Jahre alt sein.

Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemässe Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.

§ 4 Testphase

Neue Kunden können MailEasy 14 Tage kostenlos testen. Für den Start der Testphase ist die Hinterlegung eines gültigen Zahlungsmittels erforderlich. Während der Testphase wird kein Entgelt belastet; das Zahlungsmittel wird lediglich auf Gültigkeit geprüft.

Wird die Testphase nicht vor ihrem Ablauf gekündigt, geht sie automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement nach § 5 über. Die Anbieterin weist in der Anwendung rechtzeitig auf das nahende Ende der Testphase hin. Eine Kündigung während der Testphase ist jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich und löst keine Zahlung aus.

Pro Kunde besteht Anspruch auf höchstens eine Testphase.

§ 5 Preise und Zahlung

Das Abonnement kostet CHF 19.90 pro Nutzer und Monat. Alle Preise verstehen sich in Schweizer Franken. Eine allfällige Mehrwertsteuer wird auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.

Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Payrexx AG. Das Entgelt wird jeweils zu Beginn des Abrechnungsmonats dem hinterlegten Zahlungsmittel belastet. Der Kunde sorgt dafür, dass das Zahlungsmittel gültig und gedeckt ist.

Scheitert eine Belastung, fordert die Anbieterin den Kunden per E-Mail zur Aktualisierung auf. Bleibt die Zahlung aus, darf die Anbieterin den Zugang nach Ablauf des bezahlten Zeitraums sperren (§ 12).

Die Anbieterin darf die Preise mit einer Ankündigungsfrist von 60 Tagen per E-Mail ändern. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden oder kündigt er nicht, gilt die Änderung als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Ankündigung ausdrücklich hingewiesen. Der Kunde darf auf den Zeitpunkt der Preisänderung kündigen.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

Das Abonnement läuft unbefristet und kann von beiden Seiten jederzeit auf das Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden. Die Kündigung erfolgt über die Anwendung oder formlos per E-Mail an marko.luburic@lubua.ch.

Nach der Kündigung bleibt der Zugang bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bestehen. Bereits bezahlte Entgelte werden nicht anteilig zurückerstattet, soweit nicht zwingendes Recht — insbesondere das Widerrufsrecht nach § 7 — etwas anderes vorsieht.

Das Recht zur ausserordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiden Seiten vorbehalten.

§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucherinnen und Verbraucher

Kunden mit Wohnsitz in der Europäischen Union, die den Vertrag zu privaten Zwecken schliessen, haben das Recht, binnen 14 Tagen ab Vertragsschluss ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.

Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung — etwa eine E-Mail an marko.luburic@lubua.ch. Zur Fristwahrung reicht die rechtzeitige Absendung. Bereits geleistete Zahlungen erstattet die Anbieterin unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen nach Eingang des Widerrufs, über dasselbe Zahlungsmittel.

Wünscht der Kunde, dass die Leistung schon vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, muss er dies ausdrücklich verlangen. Er schuldet dann für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung einen anteiligen Betrag.

Hinweis: In der Schweiz besteht für online geschlossene Verträge kein gesetzliches Widerrufsrecht. Die Anbieterin gewährt Schweizer Privatkunden freiwillig dieselbe 14-tägige Frist.

Muster-Widerrufsformular(nur nutzen, wenn Sie widerrufen wollen): „Hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über die Nutzung von MailEasy. Bestellt am: … · Name: … · Anschrift: … · Datum: …“

§ 8 Pflichten des Kunden

Der Kunde bewahrt seine Zugangsdaten sorgfältig auf und gibt sie nicht weiter. Er informiert die Anbieterin unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet.

Der Kunde darf MailEasy nicht für rechtswidrige Zwecke nutzen, insbesondere nicht für unerwünschte Massenwerbung, Täuschung über die Identität des Absenders oder das Versenden rechtswidriger Inhalte.

Bindet der Kunde ein Postfach an, sichert er zu, dazu berechtigt zu sein. Bindet er ein Postfach seines Arbeitgebers an, holt er die erforderliche Zustimmung selbst ein.

Ein Konto ist für eine Person bestimmt. Für mehrere Personen ist je ein Abonnement erforderlich.

§ 9 Ergebnisse der KI — Prüfpflicht des Kunden

MailEasy erzeugt Entwürfe, Einordnungen und Zusammenfassungen mit Hilfe von Sprachmodellen. Solche Ergebnisse können unvollständig oder sachlich falsch sein. Die Anbieterin schuldet keine inhaltliche Richtigkeit.

Der Kunde ist verpflichtet, jeden Entwurf vor dem Versand zu prüfen. Eine Nachricht wird ausschliesslich durch eine Handlung des Kunden verschickt; MailEasy versendet nichts selbständig. Für den Inhalt versendeter Nachrichten ist allein der Kunde verantwortlich.

Für die Einordnung eingehender Nachrichten gilt dasselbe: Sie ist eine Hilfestellung und entbindet nicht davon, das Postfach zu sichten.

§ 10 Verfügbarkeit

Die Anbieterin bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit ausserhalb üblicher Arbeitszeiten durchgeführt und, wenn absehbar, vorher angekündigt.

Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen die Anwendung aus Gründen ausserhalb des Einflussbereichs der Anbieterin nicht erreichbar ist — insbesondere Störungen beim Mailanbieter des Kunden, beim Zahlungsdienstleister, bei den eingesetzten KI-Anbietern, im Internet allgemein oder infolge höherer Gewalt.

§ 11 Datenschutz und Auftragsbearbeitung

Wie MailEasy mit Daten umgeht, steht in der Datenschutzerklärung. Sie ist Bestandteil dieses Vertrags.

Nutzt ein Unternehmen MailEasy für seine Mitarbeitenden, ist es datenschutzrechtlich Verantwortliches und die Anbieterin Auftragsbearbeiterin. Auf Verlangen schliesst die Anbieterin einen entsprechenden Auftragsbearbeitungsvertrag ab.

Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass MailEasy nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist: Die Systeme der Anbieterin können Inhalte entschlüsseln, weil die Auswertung auch dann läuft, wenn der Kunde nicht angemeldet ist. Einzelheiten und die getroffenen Schutzmassnahmen sind in der Datenschutzerklärung beschrieben.

§ 12 Sperrung und Löschung

Die Anbieterin darf den Zugang sperren, wenn der Kunde trotz Aufforderung nicht zahlt oder erheblich gegen § 8 verstösst. Bei Zahlungsverzug erfolgt die Sperrung frühestens nach Ablauf des bezahlten Zeitraums.

Nach einer Sperrung bleiben die Daten des Kunden 30 Tage erhalten, um eine Fortsetzung zu ermöglichen. Danach werden die angebundenen Postfächer samt Zugangsdaten und gespeicherten Nachrichten gelöscht.

Der Kunde kann sein Konto jederzeit selbst löschen. Dabei wird zuerst sein persönlicher Verschlüsselungsschlüssel vernichtet, wodurch die Inhalte auch in Sicherungskopien unlesbar werden. Das Postfach beim Mailanbieter des Kunden bleibt unberührt.

§ 13 Haftung

Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt zudem die zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach Produktehaftpflichtrecht.

Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet die Anbieterin auch bei leichter Fahrlässigkeit, jedoch begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden, höchstens auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten gezahlten Entgelte.

Nicht ersetzt werden Schäden aus dem Inhalt versendeter Nachrichten (§ 9) sowie Datenverluste, die der Kunde durch zumutbare eigene Sicherungen hätte vermeiden können.

§ 14 Änderungen dieser Bedingungen

Die Anbieterin darf diese Bedingungen ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen. Widerspricht er, darf jede Seite auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.

§ 15 Schlussbestimmungen

Es gilt schweizerisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt zusätzlich das zwingende Recht ihres Wohnsitzstaates; diese Rechtswahl entzieht ihnen keinen dadurch gewährten Schutz.

Gerichtsstand ist Urdorf, Schweiz, soweit nicht ein zwingender gesetzlicher Gerichtsstand besteht. Verbraucherinnen und Verbraucher können auch an ihrem Wohnsitz klagen und dort verklagt werden.

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Die Anbieterin ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.